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Jenseits der Stille

Regie: Caroline Link
mit Sylvie Testud, Tatjana Trieb u.a.
(BRD 1996, 100 Min.)
Wer filmisch in neue Welten eintauchen will, muss nicht immer zu Science-Fiction- oder Abenteuerware greifen. »Jenseits der Stille« ist das beeindruckende und bewegende Regiedebüt von Caroline Link. Ohne jede Spur von Aufdringlichkeit oder Effekthascherei siedelt sie ihre spannende Geschichte einer jungen Frau, die ihren eigenen Weg durchs Leben finden muss, in einem lautlosen Universum in der Welt der Tauben an. Lara, die selbst hören kann, wächst mit ihren gehörlosen Eltern auf. Wie ihre Eltern ist auch Lara eine Außenseiterin, die von ihren Mitschülern gemieden wird. Auf Unverständnis bei ihrem Vater stößt sie, als sie ihre Liebe für das Klarinettenspiel entdeckt. Damit beginnt für Lara ein jahrelanger Abnabelungs- und Selbstfindungsprozess, dessen zaghafter Entwicklung der Film durch Höhen und Tiefen, Tragödien und Triumphe mit bisweilen entwaffnend emotionalen Szenen folgt.
Caroline Link gelingt mit »Jenseits der Stille« das Kunststück, dass das eher abstrakte Handicap der Taubheit für uns greifbar wird: Sprache als Krimi, als zusätzliches Spannungselement.

 

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